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Royal
Enfield (gegr.
1893, erstes Motorrad gebaut 1901) ist die älteste noch produzierende
Motorradmarke der Welt. Sie ist älter als Triumph (gegr. 1886, erstes
Motorrad gebaut 1902), Harley Davidson (gegr. 1903, erstes Motorrad gebaut
1907) und Husqvarna (gegr. 1889, erstes Motorrad gebaut 1903).
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1896 Fertigung von Präzisionsteilen
für Fahrräder und Waffen. Der Slogan "made like a gun" gründet
sich auf diese Zeit und soll für Qualität stehen.
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1901 Das erste
Motorrad wird gefertigt.
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1902 Einführung
eines V2 mit 300 cm³ , später 350 cm³
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1912 770-cm³-V-Twin
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1914 225-cm³-Zweitakter.
Nach dem Ersten Weltkrieg fertigte man Zweitakter, bis 1921 der 976 cm³-V-Twin
diese ersetzte.
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1924 kamen
Einzylinder 350er, und
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1928 der
kopfgesteuerte 500-cm³-Einzylinder.
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1930 500-cm³-Vierventiler
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1933 Export des
Modells K mit 1140 cm³
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1933 Geburtsjahr der
legendären "Bullet"(Kugel) mit 250 und 350 cm³.
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1939 kam ein 125er
Zweitakter im Zweiten Weltkrieg unter dem Namen "Flying
Flea" im Fallschirmjägereinsatz zu Berühmtheit. Nach dem Krieg
wurden die Zweitakter und die beiden Bullet-Versionen weiter
gefertigt.
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1953 bis 1960 wurden
diverse Modelle in den USA als Indian vermarktet.
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1955 Aufbau der
Produktion für die Bullet in Madras-Indien. In England wurden weiter
Parallel-Twins gefertigt, z. B. die 500er Twin von 1949 bis 1963, dann
die 700 Meteor von 1952 bis 1962. Die Crusader war ein Single mit 250
cm³, gebaut von 1956 bis 1966. Die Krönung war die Interceptor mit
750 cm³, ein Paralleltwin mit 52 PS.
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1970 Mit der
Interceptor endete die Enfield-Produktion in England. In Indien
erfreut sich die Bullet 350 steigender Beliebtheit. In den Export
gehen die 500er Typen.
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1984 übernimmt Royal
Enfield India die Rechte und Namen von Zündapp und fertigt die
Mofas/Mopeds CS-25/CS-50 bis in die 90er-Jahre in Madras.
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1994 Die Firma Eicher
Goodearth Ltd., ein ursprüngliches Joint-Venture der inzwischen
erloschenen deutschen Firma Gebr. Eicher, übernimmt Enfield India und
nennt diese um in Royal Enfield Motors Limited.
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1999 Die Namensrechte
an "Royal Enfield" gehen wieder nach Indien, so dass die
Klassiker nun nicht mehr offiziell Enfield India genannt werden müssen,
sondern wie die legendären Ahnen "Royal Enfield" heißen dürfen.
Von den Bullet werden jährlich ca. 35.000 Stück produziert.
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2000 wird eine neue
Fabrik eröffnet, die Fertigungsqualität gesteigert und in Indien
eine neue Variante der 350er vorgestellt.
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2005 Die neue
linksgeschaltete Bullet Elektra 500 wird in Großbritannien eingeführt.
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2006 Die Einführung
neuer Abgasvorschriften (EURO 3) für neu zugelassene Motorräder
setzt vorerst der Geschichte der Bullet in Europa ein absehbares Ende.
Sowohl für die Benziner aus Indien als auch für die meisten
Kleinserien-Umbauten auf Dieselmotor gilt eine Schonfrist für
Kleinserien. Da in Europa jährlich weniger als 5.000 Einheiten
importiert werden, kann die Enfield bis 31. Dezember 2007 mit
entsprechender Herstellerbescheinigung ohne Probleme zugelassen
werden. Eine endgültige Möglichkeit der Zulassung bis 31. Dezember
2008 wird durch eine erneute und allerletzte Ausnahmeregelung ermöglicht.
Auch der Dieselmotorrad-Kleinserienhersteller (Fa. Sommer) ist
weiterhin auf dem Markt, darf aber aus Zulassungsgründen nicht mehr
mit dem Herstellernamen „Royal Enfield“ vermarkten.
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2008 Die neuen Royal
Enfield Bullet 500 Classic EFI und de Luxe EFI erfüllen auch die
Anforderungen der Euro 3 Norm.
Die bis heute in Indien
produzierte Bullet 500 - ein klassischer Langhuber mit 22 bis 25 PS -
ist inzwischen eines der meistgebauten Motorräder der Welt.
Berühmtheit erlangte
die Firma dadurch, dass mehrere Unternehmen mittels der Bullet eines der
wenigen Diesel-Serienmotorräder der Welt herstellten. Die beibehaltene
Trennung zwischen den Gehäusen von Motor und Getriebe - die bis in die
1960er Jahre im Motorradbau weltweit üblich war - machte die Bullet zur
idealen Basis für diese Konstruktionen, die das originale Getriebe leicht
mit einem nachträglich eingebauten Dieselmotor kombinieren konnten. Zum
Beispiel gab es das inzwischen eingestellte Diesel-Modell Taurus 325. Als
technisch am weitesten entwickelt werden die Modelle der Firmen Beckedorf,
Sommer und Vahrenkamp angesehen. Die mit einem Lombardini-Diesel
ausgestattete Beckedorf wurde ca. 50-mal, und die Hatz-Sommer-Diesel bzw.
Vahrenkamp-Diesel ca. 150-mal hergestellt. Beide Motoren entwickeln ca. 11 PS
und verleihen den Motorrädern eine Endgeschwindigkeit von 110 km/h.
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